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Schimmelvergiftung: Symptome und Behandlung

9. September 2011 | Von Monika Rosenbaum

Schimmel ist der Begriff für einen Pilz, der seine Fäden und Sporen ausbildet und dann häufig als Belag sichtbar wird. Das sieht nicht nur eklig aus, sondern kann auch zu schweren gesundheitlichen Problemen führen.

Schimmel, Matti Mattila©flickr

Es gibt viele unterschiedliche Arten von Schimmelpilz, deswegen sollte bei Verdacht auf jeden Fall durch einen Fachmann eine Schimmelanalyse vorgenommen werden, damit gezielt weitere Maßnahmen ergriffen werden können und auch die Gefahr für die Gesundheit abgeschätzt werden kann.

Schimmel in geschlossenen Räumen

Besonders in geschlossenen Räumen können die Schimmelsporen schwere gesundheitliche Probleme bei Menschen und auch bei Tieren hervorrufen. Die Sporen sind winzig kleine Teilchen, die sich beispielsweise durch Luftzug sehr schnell im Raum verteilen und dabei eingeatmet werden können.

Die drei wesentlichen Faktoren die zum Schimmelbefall in einem Raum führen, sind das Nährstoffangebot, die Temperatur und vor allem die Feuchtigkeit.
Da der Befall allerdings häufig an versteckten Stellen auftritt, treten oft auch Krankheitssymptome auf, bevor sichtbare Spuren auf den Schimmel hinweisen.

Die Anzeichen können sein:
• Müdigkeit, Kopfschmerzen und Konzentrationsschwäche.
• Fieber
• Starker Schnupfen, der entweder durch heftiges Naselaufen begleitet wird oder, bedingt durch das Anschwellen der Schleimhäute, mit einer verstopften Nase.
• Rote, tränende und/oder juckende Augen.
• Husten und mehr oder weniger schwere Atemnot bis hin zu Asthma-Anfällen.
• Reaktionen im Magen-Darm-Trakt wie Erbrechen, Durchfall, starke Blähungen oder Koliken.
• Arthritis, allergische Entzündungen der Venen und Arterien, sowie Ausschlag und Entzündungen auf der Haut

Bei Verdacht auf eine Schimmelvergiftung oder eine allergische Reaktion sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden. Durch die exakte Schilderung der Symptome, zusätzlicher Hauttests und Blutuntersuchungen kann der Arzt die Form und Dauer der Behandlung festlegen. Hierfür stehen ihm je nach Art und Stadium der Erkrankung Arzneimittel wie Antihistaminika, Cortison, Mastzellstabilisatoren oder Beta-Sympathomimetika zur Verfügung. Bei einigen allergischen Reaktionen ist auch eine Impftherapie möglich.

Schimmelvergiftung durch Lebensmittel

Neben den nützlichen Schimmelpilzen, die bei manchen Lebensmitteln, wie beispielsweise Käse oder Salami, für das Aroma verantwortlich sind, kommt es bei dem Schimmel, der sich auf verdorbenen Lebensmitteln breit macht, häufig vor, dass er Giftstoffe in das gesamte Lebensmittel abgibt. Das heißt auch in die nicht sichtbar befallenen Stellen.
Eine akute Gefahr einer Lebensmittelvergiftung durch den Verzehr von verschimmelten Lebensmitteln ist zwar eher gering, da man dafür schon eine größere Menge verzehren müsste, dafür ist hier die Gefahr einer langfristigen Schädigung gegeben. Besonders die durch einige Schimmelarten produzierten Mykotoxine können auf Dauer schwere Leber- und Nierenschädigungen hervorrufen und sind auch als Auslöser für einige Krebsarten im Gespräch.
Deswegen ist grundsätzlich davon abzuraten, nur die verschimmelten Stellen zu entfernen und den Rest zu verzehren.



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1 Kommentar

  1. Danke für die Zusammenfassung, das ist sehr aufschlussreich. Um zu testen, ob Schimmel in der Wohnung ist, gibt es einen einfachen Text, ich habe ihn ausprobiert…
    http://shivanireutlingen.wordpress.com/2009/12/28/schimmelpilze-in-der-wohnung/

  2. [...] auch Sie selbst können oder müssen sogar Maßnahmen gegen die Schimmelvergiftung ergreifen. Achten Sie darauf, dass Sie keine Lebensmittel, die von Schimmel befallen sind, [...]

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