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Gesundheitspolitik

Diagnoseschlüssel: Was steht da eigentlich auf dem Attest?

4. Januar 2011 | Von Juliane Waack

Der Diagnoseschlüssel dient dem Arzt und weiter behandelnden Ärzten dazu, schnell und leicht zu sehen, welche Krankheiten man in welchem Ausmaß hat. Wirft man einen Blick auf die Diagnosenummern, sieht man meistens nur böhmische Dörfer.

Arztkittel, heipei©Flickr

Tatsächlich ist es ein internationales System, das sich je nach Land etwas unterscheidet. Die Nummern und Buchstaben werden anhand einer ausführlichen Liste abgelesen und übersetzt. Der Diagnoseschlüssel “ICD-10-GM” ist die deutsche Version und soll demnächst überarbeitet als ICD-10-GM verwendet werden.

Viele Ärzte weigern sich jedoch, ausschließlich nach diesem System zu arbeiten, da es einerseits für gläserne Patienten und Ärzte sorgt und andererseits Probleme in der Differenzierung von Symptomen und Ursachen zeigt. Besonders, weil in vielen Fällen eine genaue Diagnose aufgrund von Symptomen, die nicht mit der ICD übereinstimmen, erschwert wird, ist die Klassifikation durch die Diagnosenummern auch weiterhin zwar ein probates Mittel, aber kein endgültiges Werkzeug zur Klassifizierung aller Krankheiten.

Das verrät Ihnen der Diagnoseschlüssel:

1

Die ersten drei Ziffern

Die ersten drei Ziffern beschreiben die im Diagnoseschlüssel fest gelegten, groben Krankheiten, diese unterteilen sich u.A. in Infektionen, Krankheiten des Nervensystems, Schwangerschaftsprobleme oder auch unerklärliche Symptome. Gerade durch eine fehlende, durchgehende Systematik innerhalb des ICD-10-GM ist es schwierig für manche Ärzte, eine vollkommene Übersicht zu geben, da beispielsweise symptomatische Beschwerden ähnlich gelistet sind wie Krankheiten.

2

Die vierte Ziffer

Die vierte Ziffer geht ins Detail und beschreibt unter einem allgemeinen Krankheitsbild bestimmte Unterarten (etwa “A15″-Tuberkulose wird mit “A15.0″ auf die Lungentuberkulose spezifiziert).

3

Die fünfte Ziffer

Nicht immer, aber manchmal kommt die fünfte Ziffer im Diagnoseschlüssel zu tragen, die bestimmte Feinheiten im spezifischen Krankheitsbild hervorhebt, die vor allem mit der Region der Beschwerden zu tun haben (beispielsweise können bei Knochenfrakturen dadurch die genauen Orte bestimmt werden).

4

Der Deutsche Zusatz

In Deutschland gibt es in der Ambulanz außerdem einen weiteren Buchstabencode, der grobe Hinweise gibt, die im dringenden Notfall sofort ersichtlich sind. Dazu gehören Verdacht oder Ausschluss einer bestimmten Krankheit oder auch die ungefähre Lokalisation der Krankheit. 

Weiterführende Links:

http://www.bkk-essanelle.de/index.php?id=696 - Diagnoseschlüssel Online (eingeben und ablesen)



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2 Kommentare

  1. [...] http://gesundheit.germanblogs.de/archive/2011/01/04/diagnoseschluessel-was-steht-da-eigentlich-auf-d... [...]

  2. Es ist echt mal interessant was dieser Diagnoseschlüssel zu bedeuten hat. Ich finde aber das ein solcher Schlüssel sicherlich in vielen Fällen bei weitem nicht ausreicht. Besonders wenn ein Patient mehrere gesundheitliche Probleme hat wird es ab einem gewissen Punkt nicht mehr ausreichen so etwas in einem Diagnoseschlüssel ausführlich genug zu beschreiben. Außerdem ist es für einen Arzt auch immer sehr wichtig genau zu wissen auf welche Medikamente ein Patient eventuell allergisch reagiert.

  3. [...] Diagnoseschlüssel hilft hier weiter. Es handelt sich um eine Kombination aus Buchstaben und Ziffern, um alle [...]

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