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Es darf gelacht werden...

Was haben Eva Herman und Marie Antoinette gemeinsam? Aufsehenerregende Befunde der Neuropaläontologie schaffen endlich Klarheit.

12. August 2006 | Von

(Foto:PixelQuelle.de/Klausi)
Frau Herman flirtet gerne mit dem Publikum. Frau Herman flirtet auch gerne mit dem Zeitgeist, der ist aber ein schwieriger Flirtpartner wie die Fernsehmoderatorin und Autorin kürzlich erleben musste. Bis dato hatte Eva Herman mit Werken wie „Vom Glück des Stillens" oder „Mein Kind schläft durch" Aufsehen erregt. Mit ihrem vielbeachteten Artikel "Die Emanzipation – ein Irrtum?" im Cicero gelang es ihr endlich ein wahrhaft erhellendes Schlaglicht auf den "soziologischen und biologischen Kontext" zu werfen, explizit auf den Eigenen.

Ich werde jetzt nicht den x-ten Kommentar zu Frau Hermans Emanzipationsschelte abliefern und widerstehe auch der Versuchung die blonde Antifeministin mit Chauvi-Sprüchen zu traktieren. Vielmehr werde ich mich mit dem Phänomen "Herman" streng wissenschaftlich auseinandersetzen.

Warum schreibt also diese Frau was sie denkt und warum denkt sie was sie im Cicero schreibt? Weil sie nicht anders kann, denn Frau Herman ist nach allerneuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen physisch nicht zu einer anderen Bewertung der Dinge fähig. Menschen mit geringer phänotypsicher Plastizität und atavistischem Genotypus sind durch die Beschaffenheit ihrer Großhirnrinde in der Beurteilung soziologischer Konstellationen hirnorganisch determiniert. Anhand von Biometriedaten wie sie bei der Erstellung der neuen Personalausweise erhoben werden, läßt sich eindeutig über die Schädelform ein atrophischer Balken und eine überproportional entwickelte linke Hirnhälfte bei Frau Hermann diagnostizieren.

Der namhafte Frankfurter Neuropaläontologe Dr. T.T. Rat hat mich kürzlich auf seine jüngsten und definitiv bahnbrechenden Grabungsbefunde aufmerksam gemacht und mich gebeten den Fall „Herman" mit den spektakulären Erkenntnissen seiner Pariser Ausgrabungen in Zusammenhang zu setzen.

Die Neuropaläontologie ist der neuste Forschungszweig einer ganzen Reihe von neurowissenschaftlichen Disziplinen die derzeit in der Fachwelt für Furore sorgen. Um die Brisanz der angesprochenen Funde zu verdeutlichen, möchte ich zunächst einen kurzen Überblick über Geschichte und Methodik der Neuropaläontologie geben:

Bereits zu Beginn des 19.Jahrhunderts gab es Versuche über pathologische Befunde auf die Wesenseigenschaften einer Person zu schließen. Die Phrenologie versuchte erstmals geistige Eigenschaften und Zustände bestimmten, klar abgegrenzten Hirnarealen zuzuordnen. Dabei wurde ein Zusammenhang zwischen Schädel- und Gehirnform einerseits und Charakter und Geistesgaben andererseits unterstellt Die diagnostischen Methoden der Pioniere waren allerdings so unzureichend, dass keine brauchbaren Erkenntnisse aus den Untersuchungen gewonnen werden konnten. Unglücklicherweise wurde die Phrenologie dann später mit ideologischen Interpretationen überfrachtet und zur Kraniometrie weiterentwickelt, so dass nicht mehr als die unsäglichen Schädelvermessungen in Erinnerung blieben. Trotz ihrer altertümlichen Herangehensweise stellt die Phrenologie einen wichtigen Vorläufer und Bezugspunkt der modernen Kognitionswissenschaften und der Neuropaläontologie dar.

Die Neuropaläontologie bedient sich heute ganz anderer Methoden als ihre gescheiterten Vorgängerlehren. In Schädelfunden lassen sich unter dem Rasterelektronenmikroskop Abdrücke und damit die Struktur der einstmals in ihnen befindlichen Gehirne darstellen. Diese Befunde können dann mit den historisch belegten Verhaltensweisen der untersuchten Leichenfunde in Zusammenhang gesetzt werden. Die Biometrie ermöglicht schließlich von den Schädelformen auf den Schädelinhalt zu schließen und so genaue Aussagen über den Neurophänotypus des Gehirns zu machen. Dieser Neurophänotypus bestimmt Intelligenz, Trieb- und Sozialverhalten einer Person.

Dr. T.T. Rat hat im Dezember 2005 in der Basilika Saint-Denis in Paris, der traditionellen Grablege der französischen Könige, den Leichnam Marie Antoinettes für die Wissenschaft geborgen und nach den beschriebenen Verfahren autopsiert.

Madame Antoinettes Denkungsart ist in der berühmten Korrespondenz Mercy-Argenteaus genau dokumentiert. Diese Briefe liefern eine wertvolle Chronik aller Details in Marie Antoinettes Denken in der Zeit von ihrer Heirat 1770 bis zum Tode Maria Theresias 1780.

Marie Antoinette, die sich mit so geistreichen Bemerkungen wie „Dann sollen sie Kuchen essen! S'ils n'ont pas de pain, qu'ils mangent de la brioche" in die Herzen ihrer Zeitgenossen redete, weist einen atavistischen celebralen Subtypus auf, der sich bisher nur bei Schädelfunden aus der Jungsteinzeit nachweisen ließ. Sensationellerweise verfügt Frau Herman über genau diese bereits als ausgestorben geglaubte Hirntypologie, wie Dr. T.T. Rat mit Hilfe einer biometrischen Analyse ihrer Kopfform nachweisen konnte.

Frau Herman muss nun als kryptozoologisches Unikat und lebendes Artefakt einer untergegangenen Vormenschenform gelten. Ihre eigentümlichen Äußerungen sind also voll entschuldigt und gewähren uns sogar wertvolle Einblicke in die Geisteswelt unserer fernen Vorfahren. Um unseren Nachkommen dieses faszinierende Menschheitserbe zu erhalten, fordere ich die posthume Plastination von Frau Herman.

Chefarztfrau

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12 Kommentare

  1. Na dann helfe ich Dir mal …
    -
    Mit ihrem vielbeachteten Artikel // viel beachteten
    -
    abliefern und wiederstehe auch der // widerstehe
    -
    … ach weißt Du was?
    Du bist zu dumm für das, was Du gern wärst.

  2. Oh Chefarzrttöchterle, die Du gerne sein möchtest, aber von Papi und Mami leider aufgrund Renitenz vor die Tür gesetzt wordene:
    Es hat schon immer für ein unerhörtes Niveau, geistiger Art natürlich, gesprochen, dass – wenn einem sonst nix einfällt, vor allem nix Inhaltliches, dass man dann zwei Tippfehler reklamiert.
    Wow!
    Herzlichen Glückwunsch!
    Du bist also echt in der Lage, zwei Tippfehler zu finden!
    Nein, sowas aber auch!
    Nicht nur einen. Zwei!
    Kaum auszudenken, wenn es drei gewesen wären!
    Alle Achtung!
    Respekt!
    Das disqualifiziert jedes aber die CAF ganz unerhört!
    Und Dich, als Entdeckerin dieses ManGlaubtEsKaum-Versagens der CAF erhebt es – ein Denkmal muss her!
    Ach lassen wir das. Es ist nämlich wie Dein kommentar einfach zu doof und zu blamabel, um weiter drauf rumzuhacken.

  3. Ja sag mal Jens (so heißt Du doch oder?), da hast Du aber eine Obsession gefunden! Damit Dir nicht zu langweilig wird, könntest Du hier bitte die schlimmsten „Kinken“ raussuchen:
    Unsere neue Supernanny, ein Investment mit Zukunft…[stark korrekturbedürftig..........]
    Danke!
    (Wie war noch dieses Lenin-Zitat? Genau!)

  4. @ ChefarztFrauFreund
    Es ist des Kaspers Spiegelbild,
    war er es doch der mir neulich,
    gleiches vor die Brille hielt.
    [chefarztfrau | 11. August 2006 | 16:46]
    Also – immer schön das Ganze im Auge behalten, der Vollständigkeit halber – des Verstehens wegen :-)

  5. Mal ein schönee aber nichtsdestotrotz passender Vergleich zu Deiner Technik:
    Nochmalerweise ist es ja beliebt von Faschos, anderen eben dies vorzuwerfren.
    Manche gehen einfach noch ein Stück weiter und werfen den Vorwurf des Vorwurfs vor…

  6. Ich stoße hier zunehmend auf begrenztes Denkvermögen.
    Ich werfe nicht vor – ich werfe hinterher.
    Hat auch mit Dreck zu tun – doch die Reihenfolge,
    das Verursacherprinzip, scheint mir beachtenswert.

  7. Wo Alex auftaucht, in welchen Foren auch immer, gibt es Stress.
    Schade um die Foren und ärgerlich für den Leser.
    Inhaltlich muß ich leider auch sagen, daß deine Beiträge zu den einzelnen Themen, Alex, leider nicht auf Wissen beruhen, sondern eher das Kopieren von Fundstücken aus der Google Suchmaschine sind.

  8. “”"nicht mehr Leser”"” ………Ha ha, das hälst Du nicht aus!
    Und für Dich immer noch Herr Chefarztfrau.

  9. @chefarzttochter
    Mässigung, oder hat dir Papi nicht beigebracht was Cryptofaschismus ist.

  10. Ach komm Chefarzt frau , was soll dieser Mist-Text? Marie Antoinette hat den Satz nie gesagt , das sollte doch jetzt endlich mal allen klar werden. Er wurde von einem Dichter erfunden als Antoinette 11 Jahre alt war!

  11. “Er wurde von einem Dichter erfunden als Antoinette 11 Jahre alt war!” was natürlich noch zu belegen wäre. Zumindest aber ist der Spruch doch gut erfunden und daher in einem fiktionalen Text bestens aufgehoben. Kommentare wie ” … was soll dieser Mist-Text?” werte ich allerdings als blosse Provokation. Da bleibt nur die Gegenfrage: Was soll dieser Mist-Kommentar?

  12. [...] auf den “soziologischen und biologischen Kontext” zu werfen, explizit auf den Eigenen. weiter … Tags: Eva Herman, Evolution, Evolutionspsychologie, [...]

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