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Gesund durchs Jahr

Alarmstufe rot: der Schlaganfall

9. August 2006 | Von Gerti Keller

Eine Viertelmillion Menschen wird jedes Jahr bei uns “vom Schlag getroffen”. Doch so urplötzlich und unwiderruflich, wie sich diese Umschreibung anhört, ist der Schlaganfall nicht. Denn: Man kann ihm vorbeugen - und seine Folgen durch schnelle Behandlung begrenzen.

Bei einem Schlaganfall handelt es sich immer um einen Notfall, denn er findet mitten in unserem Gehirn statt. Ursache ist meist der Verschluss einer Ader. Folge: Die dahinter liegenden Körperareale, die normalerweise durch die Blutbahn versorgt werden, erleiden akuten Sauerstoffmangel. Bei jedem fünften Betroffenen liegt jedoch eine Hirnblutung vor. In diesen Fällen ist eine Ader geplatzt. Dadurch steigt der Druck im Gehirn und es droht zerquetscht zu werden.

Die Symptome richten sich immer danach, welche Region wie heftig betroffen ist. Wird nur ein kleines Gefäß verschlossen, kann der Schlaganfall sogar unbemerkt bleiben. Meist kommt es jedoch zu plötzlich auftretenden neurologischen Ausfällen. Zu den typischen Anzeichen zählen Taubheits- oder Lähmungserscheinungen, die auf einer Körperseite auftreten, z. B. im Arm, Bein oder Gesicht. Möglicherweise hängt ein Augenlid oder der Mundwinkel herab. Auch heftige Kopfschmerzen sowie Sprach- oder Sehstörungen, Schwindel und Übelkeit gehören zu den charakteristischen Merkmalen. Bei einem schweren Schlaganfall kommt es meist zur Bewusstlosigkeit.

In allen Fällen gilt: Ein Schlaganfall ist immer ein Notfall, bei dem jede Minute zählt. Das heißt: Der Betroffene muss so schnell wie möglich in eine Klinik gebracht werden, am besten in eine, in der es eine so genannte Stroke-Unit gibt. Denn für die Rettung der betroffenen Nervenzellen bleiben den Ärzten nur drei bis sechs Stunden Zeit. So lange können die benachbarten Adern die Versorgung des Areals bei einem Verschluss überbrücken. Bei einer Hirnblutung muss der Druck so schnell wie möglich durch medizinische Maßnahmen gesenkt werden. Die Zeit bis zur Behandlung entscheidet also maßgeblich über das Schicksal des Patienten - ob man überlebt oder inwieweit Behinderungen zurückbleiben. 

Besser wäre natürlich, es käme erst gar nicht zu einem solchen Hirninfarkt. Tatsächlich kann man auch einem Schlaganfall vorbeugen (darauf weist ja auch schon der Text unserer Medicus hin…) Und zwar indem man die Risikofaktoren vermeidet, die da wären: Übergewicht, Rauchen (v.a. in Kombination mit der Anti-Baby-Pille, übermäßiger Alkoholkonsum, Stress und Bewegungsmangel). Eine Hauptrolle spielt auch die Ernährung. Hier gilt: Reduzieren Sie Salz, Fleisch und Fett (v.a. tierische Fette). Ernähren Sie sich ausgewogen mit viel Obst, Gemüse, Salat, Fisch und sparsam verwendeten, hochwertigen Ölen wie Olivenöl. Auch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit einem Check des Blutdrucks und der Blutfett- und Blutzuckerwerte können uns vor dem Supergau schützen.

Darüber hinaus gehen vielen Schlaganfällen Warnsignale voraus, die man erkennen kann. Sie ähneln den Symptomen (z.B. Schwindel, Kopfschmerzen, Sprach- und Sehstörungen, Gedächtnisverluste, einseitige Empfindungsstörungen). Diese Beschwerden können schon Wochen vorher auftreten und verschwinden meist nach einiger Zeit wieder von selbst. Wer solche Anzeichen bemerkt, muss den Arzt aufsuchen. Häufig kann man die Gefahr dann noch bannen.



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3 Kommentare

  1. Zitat: “So lange können die benachbarten Adern die Versorgung des Areals bei einem Verschluss überbrücken. “
    Das ist medizinischer Unsinn. Nochmal nachschauen oder kompetente Leute fragen.

  2. Aber, aber … lieber Frau Chäfarzt … wir wollen doch unsere liebe Mitbloggerin Gerti Keller nicht gleich so ankoffern … oder?
    Das schafft womöglich unnötigen Stress und das wollen wir doch nicht …
    Im übrigen hat nicht jeder einen kompetenten Mann, der gefragt werden kann … :-)
    Gertis Beitrag ist so unkompetent nicht, wenn mich mein schon etwas altes medizinisches Schulwissen nicht täuscht.
    Wir bloggen hier doch nur, nach bestem Wissen und Gewissen, wissenschaftlich hieb- und stichfeste Ausführungen überlassen wir anderen Organen der Medienlandschaft …
    Zur Sache : von medizinischer Seite ist an Gerti Kellers Statement nichts auszusetzen, sie beschreibt einen Mechanismus den es gibt, er dürfte sogar in einem sehr grossen Anteil real vorkommender Gefässverschlüsse der entscheidende Faktor sein, warum nicht der Tod der im versorgten Areal liegenden Zellen schon nach wenigen Minuten eintritt.
    Bei den beschriebenen Blutungen hilft das wahrscheinlich weniger, da müsste ich jetzt auch mal fragen … auch die Grösse des Infarkts respektive der Blutung dürfte eine Rolle spielen, ob der Kollateralkreislauf ( die benachbarten Adern ) die Sauerstoffversorgung aufrecht erhalten kann.

  3. [...] Journale News: Kausalzusammenhänge - netdoktor (Grüße an Herrn Montgelas und Team ;-)) - Germanblogs - [...]

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